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noch’n gedicht

maler klecksel

ich bin daher, statt des gewinsels,
mehr für die stille welt des pinsels;
und, was auch einer sagen mag,
genussreich ist der nachmittag,
den ich inmitten schöner dinge
im lieben kunstverein verbringe;
natürlich meistensteils mit damen,
hier ist das reich der goldenen rahmen,
hier herrschen schönheit und geschmack,
hier riecht es angenehm nach lack;
hier gibt die wand sich keine blöße,
denn prachtgemälde jeder Größe
bekleiden sie und warten ruhig,
bis man sie würdigt und das tu ich.

wilhelm busch (1832-1908)